Kinderschutz im ländlichen Raum –
Projekt der Kinderschutz-Zentren startet im Landkreis Oldenburg
Am 18.01.2012 haben sich in Kirchhatten, symbolisch genau in der Mitte des Landkreises Oldenburg, 20 Vertreter/innen unterschiedlicher Organisationen zu einer Arbeitstagung getroffen, um sich über das vernachlässigte Thema „Kinderschutz in ländlichen Räumen“ auszutauschen.
Gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren und bundesweit vier anderen Kinderschutz-Zentren führt das Kinderschutz-Zentrum Oldenburg in den nächsten drei Jahren das Projekt „Kinderschutz im ländlichen Raum“ durch. Ziel ist es, in den Regionen Diskurse mit Fachleuten, Institutionen und interessierten Akteuren der Zivilgesellschaft aus den umgebenden ländlichen Räumen zu organisieren um gemeinsam Hilfekonzepte für Kinder, die von Gewalt betroffen sind, und ihre Bezugspersonen, zu entwickeln.
Im Nord-Westen arbeitet das Kinderschutz-Zentrum Oldenburg schon länger mit dem Landkreis Oldenburg intensiver zusammen. Daher wurde gemeinsam dieses Arbeitstreffen geplant, um über das Thema noch weiter nachzudenken. Um unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen, wurden neben Fachleuten aus dem Jugendamt auch verschiedene andere Akteure und Organisationen aus dem Landkreis Oldenburg beteiligt. Teilgenommen haben Vertreter/innen der Kreisjugendfeuerwehr, der Landfrauen, des Kreissportbundes, des Kreisjugendrings, des Jugendreferats des Bischöflich Münsterischen Offizialats, der Kreispfarrer und Kreisjugenddiakon, eine Familienhebamme aus dem Gesundheitsamt sowie die stellvertretende Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses.
Anhand eines Fallbeispieles wurden Ideen gesammelt, wie Zugänge zur Hilfe im ländlichen Raum geschaffen werden können. Als besondere Herausforderungen haben sich die Entfernungen (Erreichbarkeit der Hilfen) und die engen sozialen Bezüge (Sicherstellung von Anonymität) gezeigt, die Zugänge erschweren können. Im Herbst ist ein weiteres Arbeitstreffen im Landkreis Oldenburg geplant.
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